Mit SEO als SaaS-Unternehmen Kunden gewinnen: diese vier Punkte müssen Sie beachten

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In diesem Artikel erläutern wir vier Aspekte, wie Sie sich mittels SEO für SaaS Unternehmen von Ihrer Konkurrenz differenzieren können und der Marke zu Sichtbarkeit verhelfen. Diese Aspekte dienen nicht nur dazu organischen Traffic zu generieren, sondern auch einem nachhaltigen Wachstum als Unternehmen. Wer mittels SaaS Marketing erfolgreich sein will, findet in diesem Artikel hilfreich Tipps.

Der umkämpfte SaaS-Markt

Das Geschäftsmodell Software as a service (SaaS) boomt. Der Markt für cloudbasierte Software-Anwendungen wächst Jahr für Jahr: In 2020 lag der weltweite Umsatz mit SaaS-Produkten bei 102,8 Mrd. USD. Für 2022 wird ein fast 50%-iges Wachstum prognostiziert – konkret werden Umsätze von 145,38 Mrd. USD mittels Saas erwartet. (Quelle: Statista)

Ein expandierender Sektor wie SaaS impliziert jedoch auch einen stärker umkämpften Markt. Wer als SaaS-Marke langfristig erfolgreich sein will, muss sich in der hohen Konkurrenzdichte abheben und den Wettbewerbern einen Schritt voraus sein. Als essentiell erweist sich besonders im B2B-Bereich die richtige Kundenakquise. Für SaaS-Marketing bedeutet dies, erfolgreiche Marketingsstrategien zu entwickeln, die sowohl Leads als auch Conversions steigern. Und hier kommt die Suchmaschinenoptimierung (SEO) ins Spiel.

Denn der Erfolg und die Performance ihres Unternehmens hängt davon ab, dass Ihre Produkte so vielen Menschen wie möglich zugänglich gemacht werden. Das impliziert, dass Sie organischen Traffic generieren. SaaS SEO verhilft Ihrem Unternehmen zu nachhaltigem Wachstum. Sie brauchen diese Art von langsamem, aber stabilem Wachstum, da die Kundenakquisitionskosten steigen.

Kurz erklärt: Software-as-a-Service zählt neben Infrastructure-as-a-Service (IaaS) und Platform-as-a-Service (PaaS) zu den Hauptsegmenten des Cloud Computings. SaaS-Modelle implizieren eine Anwendungssoftware, welche Kunden direkt über das Internet via Cloud von externen IT-Dienstleistern beziehen.

#1 Ein SEO Audit durchführen

Um mit SaaS SEO erfolgreich zu sein, sollten Sie Ihr initiales Augenmerk auf die SEO Audit richten. Ein SEO Audit meint die Überprüfung der Website nach allen für die Suchmaschinenoptimierung relevanten Aspekten. Dabei nehmen die technische und inhaltliche SEO eine Schlüsselposition ein.

Im Rahmen der technischen SEO wird sichergestellt, dass Suchmaschinen ohne Probleme auf die Seite zugreifen können und diese crawlen und indexieren können. Technische SEO ist als Basis zu verstehen: Nur wenn diese gewissenhaft ausgeführt wird und eventuelle Problem behoben werden, können Content, Backlinks und On-Site-SEO wirksam umgesetzt werden. Die zunehmend ausgereiften und auf SEO ausgerichteten CMS reduzieren den Aufwand jedoch, wesshalb wir die grössten Optimierungspotentiale bei unseren Kunden im Bereich der inhaltlichen SEO wahrnehmen.

Der grösste Hebel von SEO für SaaS Unternehmen offenbart sich im On-Page Bereich. Aus diesem Grund sollte ein inhaltliches Audit Themen, Inhalte, Informationsarchitektur, interne Links oder aber die User-Experience zum Gegenstand haben. Nur wenn diese Faktoren geprüft und optimiert werden, kann Ihre SaaS SEO Strategie erfolgreich sein.

Unter SaaS SEO-Agenturen erweist sich die Google Search Console als gängiges Tool für Audits. Hier wird ersichtlich, wie viele Unterseiten Ihrer Website von Google indexiert sind und wie diese ranken. Ausserdem zeigt das Tool, ob Google bereits Fehlermeldungen für die Seiten gefunden hat. So wird unter anderem ersichtlich, ob alle Seiten in den Index der Suchmaschine aufgenommen wurden. Ist dies nicht der Fall, gibt der „noindex“-Tag Aufschluss darüber. Da diese Information bzw. Fehlermeldung ausschliesslich in der Search Console ausgewiesen wird, sollte dieses Tool fester Bestandteil Ihres SEO Audits sein. In Bezug auf das inhaltliche Audit liefert die Search Console zum Beispiel Informationen über Kannibalisierung einzelner Seiten, welche Suchbegriffe den Traffic auf den Seiten erzeugen oder über welche Landingpages der wichtigste organische Traffic erzielt wird.

Um tiefer in SEO für Saas-Unternehmen einzutauchen, empfiehlt es sich, ein SEO Tool wie Ahrefs anzuwenden. In den meisten Fällen kommen Sie jedoch auch mit der Google Search Console an Ihr Ziel.

#2 Informationale Keywords identifizieren

SaaS SEO steht und fällt mit einer fundierten Keywordrecherche (aka Keywordanalyse). Identifizieren Sie jene Keywords für die Sie ranken möchten und konzentrieren Sie sich dabei auf ca. 10 informationale Keywords. Informationale Keywords meinen Suchbegriffe, die Menschen verwenden, um Informationen zu einem Thema nachzuschlagen. Der Suchende möchte also Antworten auf konkrete Fragen haben, z.B. mittels Anleitungen, Guides oder Hilfen.

Sie werden dadurch nicht nur zum Problemlöser, sondern profitieren davon, dass Suchanfragen zu informativem Content in der Regel weniger wettbewerbsintensiv als konkrete Produkt-Suchanfragen sind.

Als Beispiel: Ein Blick in das Tool Ahrefs zeigt, dass die Keyword Difficulty für das Suchwort „SEO Tool“ als schwierig eingestuft wird. Eine informationales Keyword könnte also sein. „Wie betreibt man effektives SEO“ oder „Suchmaschinenoptimierte Websites erstellen“.

Informationale Keywords finden

Eine Option zur Keywordrecherche ist der Google Keyword Planner. Das Tool ist zwar in erster Linie auf Google Ads ausgerichtet, liefert Ihnen jedoch auch wertvolle Ansatzpunkte für SEO. Für dessen Nutzung verlangt Google einen Mindestbetrag an Ads Budget. Nach der Eingabe einer ersten Keyword-Idee gibt Ihnen der Keyword Planner passende Vorschläge zu dem Thema aus. Aber auch die Suchergebnisse auf Google liefern wertvolle Hinweise zu Keywords informationaler Natur und sollten daher Teil Ihrer SaaS SEO Strategie sein.

Oftmals empfiehlt es sich zunächst auf Keywords zu setzen, die ein vergleichsweise geringes Suchvolumen haben, sprich „unpopulär“ sind. Diese sogenannten Longtail-Keywords sind weniger umkämpft sind als gängige Suchbegriffe und lassen sich aufgrund ihrer Präzision sehr gut konvertieren. Longtail-Keywords sollten nicht unterschätzt werden, da die überwiegende Mehrheit der Suchanfragen auf Google gemäss Ahrefs sehr spezifisch und somit unpopulär sind (z.B. Longtail).

Trend-Suchbegriffe identifizieren

Google Trends ist ein sehr hilfreiches Tool, um Trends zu erkennen. Google Trends weist das relative Suchvolumen für einen Zeitraum und ein Gebiet aus. Auch der Vergleich von Suchbegriffen miteinander ist möglich, um Trendthemen ins Verhältnis zu setzen.
Der einzige Nachteil: Es ist schwierig Keywords zu finden, die einem nicht bereits bekannt sind. Google Trends bietet sich also eher an, um gesammelte Ideen zu validieren.

Wer sich noch im Brainstorming-Prozess befindet, wird auf Exploding Topics fündig. Das kostenfreie SEO Tool liefert Trendthemen und Keyword-Vorschläge. Ausserdem erlaubt es das Filtern nach bestimmten Kategorien und/oder Zeiträumen.

Professionelle Keyword-Tools

Sofern es das Marketingbudget erlaubt, werden Ihnen die meisten SaaS SEO-Consultants Premium-Tools empfehlen. Allen voran Ahrefs, SEMrush oder Moz Pro. Der ausschlaggebende Unterschied ist, dass diese Tools einen Blick in die Situation der Konkurrenz erlauben. Wofür ranken die Wettbewerber? Welche Keywords erzeugen die meisten Klicks? Premium-Tools liefern Antworten auf diese Fragen.

#3: Suchmaschinenoptimierte Blogartikel verfassen

Jetzt wo 10 informationale Keywords bekannt sind, widmen Sie sich dem Verfassen der entsprechenden Blogartikel. Jeder dieser Artikel wird nach dem jeweiligen Target Keyword ausgerichtet und für die Suchmaschine optimiert. Trotz aller SEO-Bemühungen sollten Sie jedoch bedenken, dass Ihre Artikel nicht nur für die Suchmaschinen erstellt werden, sondern in erster Linie für User und potentielle Kunden. Fokussieren Sie sich auf hochwertigen Content, der Probleme aufgreift, Lösungen bietet und einen spürbaren Mehrwert liefert.


Guides, Anleitungen, Interviews, Fallstudien uvm. – welche Art Content darf es für Ihr SaaS Marketing sein? Um sich für das richtige Content-Format zu entscheiden, lohnt sich ein Blick in die SERP von Google. Die SERP, also die Seite der Suchergebnisse auf Google, gibt Aufschluss darüber, was die Nutzer suchen, die Suchintention.

Das Content-Format der Seiten mit Top-Rankings bedient die Suchanfragen der User am besten und sollte somit als wegweisend erachtet werden. Ist die Dichte an gleichen Formaten hoch, lohnt es sich jedoch auf ein anderes Format oder andere Suchbegriffe zu setzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Step #4: Einen Power-Artikel verfassen

Der Grossteil Ihres Contents sollte gründliche Inhalte umfassen, die für Suchzwecke und natürlich die Suchmaschine selbst optimiert sind. Etwa 1 von 10 Beiträgen, die Sie veröffentlichen, sollte ein Power-Artikel sein. Damit meinen wir einen Blogartikel, der so gestaltet ist, dass er Backlinks, Social Media Shares und Traffic generiert.

Aus zwei Gründen sollten diese Power-Artikel ein wichtiger Bestandteil Ihrer SEO-Strategie sein:

1. Sie bauen die Domain-Autorität Ihrer Website auf.

Die Domain-Autorität zeigt, ob eine Seite als Referenz für relevanten, fachspezifischen Inhalt darstellt. Hier wird zwischen Off-page und On-page Faktoren differenziert. Studien zu SEO haben ergeben, dass die allgemeine Link-Autorität Ihrer Website dazu beiträgt, dass alle Seiten auf Ihrer Website besser ranken. Insbesondere wenn Ihre Website sehr neu ist, werden es selbst seriöse, professionelle Inhalte schwer haben gegen die starke Konkurrenz zu ranken. Wird jedoch die Domain-Autorität mit Hilfe eines Power-Artikels gestärkt, kann das Ranking der gesamten Seite verbessert werden.

2. Mittels Power Post werden interne Verlinkungen optimiert.

So können Verlinkungen von Ihrem Power-Artikel auf andere Unterseiten strategisch gesteuert werden und für Aufschwung schwächerer Seiten sorgen.

Dennoch: Einen Power-Artikel zu erstellen, benötigt Zeit und Ressourcen, weshalb Sie nur 10% Ihres Contents danach ausrichten sollten.

Fazit

Suchmaschinenoptimierung ist in jedem Fall ein Invest in die Zukunft, da es durch seinen nachhaltigen Charakter besticht. Insbesondere SaaS-Unternehmen sollten die Bedeutung von SEO frühzeitig erkennen, um konkurrenzfähig zu bleiben und fortwährend Traffic und Conversions für die eigenen Produkte zu erzielen.


Für weitere Infos über den Einfluss von SEO auf den Umsatz, verweisen wir an dieser Stelle auf unseren Blogartikel „mit SEO zu mehr Umsatz„.

Benötigen Sie Unterstützung einer SaaS SEO Agentur für die Optimierung Ihrer Website? Kommen Sie gerne auf uns zu.

Sophie Frehse
Sophies Leidenschaft gilt dem Texten, sei es für Social Media, Blogartikel oder Websites. Sie ist gerne up to date, was die neusten Trends im Online-Marketing betrifft.

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